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Aus: "International Living" (August 1999) Aktien-Trading Das beste Geschäft der Welt wird per
Internet auch für Sie möglich. Von Norbert Bartl Viele Leute würden gern ganz oder teilweise im Ausland leben, haben dabei aber ein Problem: Wie können Sie dort am besten richtig Geld verdienen? Nicht jeder ist in der glücklichen Lage, einen Beruf zu haben, der vom Standort völlig unabhängig ist. Der technische Fortschritt im Internet hat jetzt eine Möglichkeit geschaffen, die – richtig angewandt – sicher eine der besten Varianten ist, überall auf der Welt Geld zu verdienen. Einzige Voraussetzungen: etwas Startkapital, Englischkenntnisse und ein Internet-Zugang. Und natürlich Fachwissen. Aber das können Sie sich aneignen. Die Rede ist vom elektronischen Aktien-Trading, für manche das beste Geschäft der Welt! Schnelles Geld mit schnellen Entscheidungen Joe Ross, einer der Gurus der Branche, nennt die Vorteile, die Aktien-Trading für ihn zum perfekten Geschäft machen: "Das Gewinnpotential ist enorm, die Fixkosten sind niedrig. Mit der richtigen Einstellung ist das Risiko gering. So leben Sie, wie Sie wollen und ernten nebenbei die Früchte Ihrer Arbeit. Sie haben keine Probleme mit Kunden, Angestellten, Gewerkschaften. Keine Banken oder Aktionäre, denen Sie Rechenschaft schuldig sind. Wenn Sie verkaufen wollen, gibt es fast immer einen Käufer. Wenn Sie kaufen möchten, fast immer einen Verkäufer. Sie müssen weder Rechnungen noch Mahnungen schreiben, weder Bücher führen noch Löhne zahlen. Nie mehr Ärger mit faulen Schecks und Schuldnern. Sie haben keine Konkurrenz, die Sie ärgert und deren Preise Sie unterbieten müssen!" Und das allerbeste: Wenn Sie, wie zum Beispiel Joe Ross auf den Bahamas, im richtigen Land leben, können Sie Ihr Einkommen ganz allein genießen. Ohne davon Steuern zu zahlen! "Wo noch können Sie solch ein Geschäft finden?" fragt Ross und gibt selbst die Antwort: "Nirgends! Es ist die perfekteste Art der Welt, Geld zu verdienen!" Einziger Haken an der Sache: das Risiko! Natürlich können Sie als Aktien-Trader auch Geld verlieren. Je nachdem, worauf Sie setzen, sogar Ihren ganzen Einsatz. Aber Sie haben es in der Hand, dieses Risiko klein zu halten. Durch richtige Vorbereitung und konsequentes Handeln. Schnelle Dollars durch kurzfristige Kursschwankungen Natürlich ist Aktien-Trading nicht neu. Schon immer gab es die Broker und Marktmacher auf dem Börsenparkett. Sie hatten gegenüber Otto-Normalanleger wichtige Vorteile: Sie beobachteten an Ort und Stelle, wie sich die Kurse bewegen. Ihre Aufträge wurden sofort ausgeführt. Und sie haben niedrige Spesen – was ihnen ermöglicht, in kurzer Zeit dicke Gewinne mitzunehmen. Das Ziel ist also klar: kurzfristige Kursschwankungen für den schnellen Dollar zu nutzen. Dank der rasanten Entwicklung des Internet ist dies jetzt auch für Privatleute möglich. Wie ein Profi können Sie von zu Hause aus direkt in den Markt der Aktien und Optionen eingreifen. Mit einem Mausklick können kaufen oder verkaufen. Ohne zwischengeschaltete Bank, ohne die bisher hohen Kosten! Wenn ein Aktienpaket, wie bisher üblich, längere Zeit hält, spricht man von Position-Trading. Immer mehr Trader spezialisieren sich allerdings auf kurzfristige Bewegungen. Sie halten ihre Positionen nur ein paar Stunden, manchmal nur Minuten. Auf keinen über Nacht. Das sind Day Trader. Die wichtigsten Börsen für elektronisches Trading sind Wallstreet (NYSE) und die neue elektronische Börse NASDAQ, an der fast alle Titel aus Hightech oder Biochemie gehandelt werden. Wichtigste europäische Börsen für den privaten Trader sind der Neue Markt, die EASDAQ und die neuen Eurostoxx. Das beste freilich ist, daß Sie per Internet überall arbeiten können. Zu Hause oder in Ihrem Büro. Alles was Sie brauchen, ist ein Telefonanschluß und eine gute Internet-Verbindung. Dann können Sie auch in Ihrer Villa auf Gran Canaria oder Kreta mit Aktien handeln. Warum Kaliforniens Trader so gern nach Südeuropa kommen Bewußt sage ich nicht "in die Karibik!" Denn Europa hat für alle, die morgens gern lange schlafen, einen unschätzbaren Vorteil: Amerikas wichtigste Börsen öffnen um 10 Uhr und schließen um 16 Uhr Ortszeit New York. Für Trader in Europa heißt dies, daß es erst um 16 Uhr ernst wird. Vorher haben sie genug Zeit für Recherche der wichtigsten Nachrichten, Beratungen mit anderen Online-Tradern und das Festlegen der Tagesstrategie. Kein Wunder, daß immer mehr Trader aus Kalifornien oder Hawaii – die zu Hause mitten in der Nacht vor ihren Bildschirmen sitzen müssen – nach Europa ziehen. Die Aktivitäten der Trader konzentrieren sich dort, wo es sich angenehm leben läßt. Besonders beliebt: der Mittelmeerraum mit seinem herrlichen Klima. Kein Wunder, daß immer mehr Trader nach Marbella oder Monaco ziehen. Auch auf Mallorca boomt dieses Geschäft. Hier hat sich schon ein Mallorca Day Traders Club gebildet, dessen Mitglieder gemeinsam recherchieren, neue Methoden diskutieren und Infos austauschen. Schließlich sind Day-Trader untereinander keine Konkurrenten. Im Gegenteil: gemeinsam Handeln macht stark! Was brauchen Sie nun alles, um als Day Trader aktiv zu werden? Die technischen Voraussetzungen haben Sie sicher schon: Einen guten PC und einen Internet-Anschluß. Für Ihren Computer sollten Sie sich zwei weitere Monitore kaufen. Auf dem ersten wickeln Sie Ihren Handel ab, auf dem zweiten haben Sie verschiedene Fenster mit Charts offen, und auf dem dritten tickern Neuigkeiten ein. Die entsprechende Software erhalten Sie von Ihrem Online-Broker, der dafür pro Monat 200 bis 400 Dollar Miete berechnet. Viele Broker stellen die Software während einer Testphase für wenig Geld oder völlig gratis zur Verfügung. Entsprechende Angebote finden Sie im Internet. Da sich Offerten und Konditionen ständig ändern, müssen Sie selbst im Internet Vergleiche anstellen, welcher Online-Broker am ehesten Ihren Vorstellungen entspricht. Weiter unten finden Sie einige Adressen. Bei diesem Broker müssen Sie ein Konto eröffnen und das Geld einzahlen, mit dem Sie handeln wollen. Ein Kriterium für die Auswahl des Brokers ist das Volumen, das Sie zur Verfügung haben. Inzwischen gibt es bereits Broker, die Depots ab 5.000 Dollars akzeptieren. Ihre Trading-Strategie: Testen Sie solange, bis Sie völlig sicher sind! Die Höhe der Gebühren ist je nach Broker verschieden. Sie beginnen bei 13 Dollar pro Deal und reichen bis 50 oder 60 Dollar. Nicht immer ist der billigste Broker der beste. Ganz wichtig: seine technische Ausrüstung – was sie spätestens merken, wenn Sie eine steigende Aktie nicht kaufen oder – schlimmer – eine fallende nicht verkaufen können, weil Leitungen blockiert sind oder die Rechnerkapazität Ihres Brokers nicht ausreicht. Stimmen die technischen Voraussetzungen, kommt das Wichtigste: Ihre Strategie! Vorschläge dazu füllen ganze Bibliotheken. So gehen Sie vor:
Sie ganz allein müssen den richtigen Weg finden, nach dem Sie Ihre Entscheidungen treffen. Indem Sie viel lesen, viel lernen und viele Wege ausprobieren. Computer-Programme ermöglichen es Ihnen, Trades solange ohne Geldeinsatz zu testen, bis Sie sich ganz sicher fühlen. Warten Sie mit Ihrem ersten echten Trade solange, bis Sie ganz sicher sind, alles im Griff zu haben. Nur so unterscheiden Sie sich vom Zocker im Casino! Literatur zur Ross-Trading-Methode für Aktien-Trader und CFD-Trader Literatur zur Ross-Trading-Methode für Futures-Trader |
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