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Aus: (Ebert´s Trading Magazin 10/2001)

Anlagestrategien:

Was haben der Dow Jones Index und die NASDAQ mit US-Immobilienaktien zu tun?

Neben der Fundamentalanalyse, der technischen Analyse und der Bewertung der Marktpsychologie bietet auch die Intermarketanalyse, bzw. die Intersektorenanalyse des Aktienmarktes, gute Möglichkeiten, mittel- und langfristige Umkehrpunkte in den Marktbewegungen zu erkennen. Wir möchten in diesem Zusammenhang einmal auf die US-Immobilienaktien eingehen, die im letzten Jahr frühzeitig anzeigten, dass es zu einem massiven Kapitalabzug aus den spekulativen Marktsegmenten kommen würde. Das „schlaue“ Geld lies die Aktien des Dow Jones Index und der NASDAQ links liegen und investierte in den sicheren Hafen der konservativen Immobilienaktien. In den USA werden viele Immobilienfonds und Immobiliengesellschaften an der New York Stock Exchange in Form von Aktien gehandelt und als REITs bezeichnet. REIT steht dabei für Real Estate Investment Trust. Der Geschäftsbereich von REITs ist in der Regel der Kauf, die Entwicklung, das Management und der Verkauf von Immobilienwerten.
Bild 1

Der Dow Jones Equity Reit Index ist ein Aktienindex, welcher die Entwicklung der REITs darstellt. In Bild 1 sehen wir den Kursverlauf der US-Immobilienaktien. Was zeigt uns dieser Chart? Der Reit-Index erreichte im Dezember 1999 nach einer längeren Abwärtsbewegung ein lokales Tief am Punkt 1. Es kam dann zu einer Kurserholung bis zum Punkt 2, gefolgt von einer neuen Abwärtsbewegung, die am Punkt 3 endete. Diese ganze Formation ist eine perfekte Trendumkehrformation nach der Ross-Methode, ein sogenanntes 1-2-3-Tief.  Als das Hoch am Punkt 2 im April 2000 nach oben durchbrochen wurde, entstand ein neuer Bullenmarkt in den US-Immobilienwerten. In Zuge dieses Aufwärtstrendes entwickelten sich zwei Ross-Haken (RH), deren Überschreiten als trendbestätigend anzusehen war. Ausgehend von dem Tief Ende 1999 bis zu dem bisherigen Hoch im August 2001 konnte dieser Index knapp 50 % an Wert zulegen.

Welche Rückschlüsse konnte ein aufmerksamer Investor aus der Entwicklung des Reit-Indexes auf die mögliche zukünftige Performance der Standardwerte und Technologieaktien ziehen? Aufgefallen wäre im April 2001, das die Reit-Aktien ihr Kurstief (Punkt 1) einen Monat vor dem Hoch dem Hoch des Dow Jones Index im Januar 2000 durchliefen. Aber noch bemerkenswerter war, das das Sekundärtief (Punkt 3) der Reit-Aktien im März 2000 entstand. In diesem Monat erreichten dann auch der S&P 500 und der NASDAQ Composite Index ihre bisherigen Höchststände. Die Bodenbildung bei den US-Immobilienaktien im Frühjahr 2001 war also als ein Hinweis darauf zu werten, das der Bullenmarkt bei den Standard- und Technologieaktien sein Ende erreicht haben könnte. In Kombination mit den zu jener Zeit fundamental extrem überbewerteten NASDAQ-Aktien und der euphorischen Marktpsychologie insgesamt hätte ein vorsichtiger Investor gut daran getan, das Warnsignal der Immobilienaktien nicht zu ignorieren, und zumindest einen Teil der spekulativen Aktienbestände abzubauen.

 

Von allen Branchenindizes befindet sich nur das Marktsegment der REITs in  einem intakten Bullenmarkt. Es ist zu erwarten, das dieser Aufwärtstrend weiter anhält. Für Anleger, die sich für Reit-Aktien interessieren, hier eine Liste von umsatzstarken Werten, die sich in einem langfristigen Aufwärtstrend befinden:

  • Kimco Realty Corp (Kim) Simon Property (SPG)
  •  Equity Residential Property Trust (EQR)
  • Liberty Property Trust (LRY)
  • Mack Cali Realtiy Corp. (CLI)
  • Public Storage (PSA)


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