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Ausgabe 09/2010
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Chart Scan mit Kommentar Was sollten Sie traden? von
Joe Ross Indiktoren Gibt es eine Zeit, um Indikatoren zu nutzen? Damals, in der Zeit vor dem Day-Trading, benutzte ich sie ein bißchen. Meiner Meinung nach sind sie praktisch wertlos für das Day-Trading, was seit 1981 den größten Teil meines Tradings ausmacht. Mit dem Aufkommen der Exchange Trade Funds (ETFs) passt es mir zunehmend, einige langfristige Trades einzugehen, besonders in Märkten, wo es nicht schwer ist, den langfristigen Trend festzustellen. Ein Beispiel: Wenn Sie, so wie ich, sicher sind, dass der US-Dollar auf lange Sicht runter kommen muss, ist es nicht schwer, die Aktien eines ETF zu kaufen, um für die Eventualität gewappnet zu sein, dass der US-Dollar fallen wird. Erlauben Sie mir, Ihnen ein Beispiel dafür zu geben, was ich meine. Vor einiger Zeit fing ich an, mir die Indische Rupie anzuschauen. Warum die Rupie? Weil die Indische Notenbank (RBI) eine Distanz zur Politik und den Marktkräften gehalten hat, was ihre Unabhängigkeit bewahrt hat. Während das ganze Bankensystem weltweit in der Immobilienblase versank, verweigerte die RBI die Erlaubnis, das indische Banken derivative Instrumente nutzen, um wild in den Märkten zu spekulieren. Auch wenn es altmodisch erschien, so verhinderten sie dadurch die extensive Entwicklung von Instrumenten, die unmöglich zu verstehen waren. Als eine Konsequenz hatten die Banken praktisch keine Abschreibungen auf toxische Immobilienwerte. Es gibt zwar Anzeichen für eine Überhitzung im Immobilienmarkt, aber keine Blasen. Dazu kommt, dass die Banker der Indischen Notenbank die Märkte nicht mit billigem Geld angeheizt haben, indem sie es nicht zuließen, dass die Zinsen für längere Zeit auf sehr niedrigen Niveaus blieben. Die Notenbank hat immer die Inflation kontrolliert und handelte damit klug, indem sie inflationäre Entwicklungen im Wirtschaftszyklus so früh wie möglich kontollierte. Zum Ende des Jahres 2008 und im Jahr 2009 mußte die Notenbank jedoch die Zinsen auf neue Rekordtiefs senken. Dann beobachtete die Notenbank, wie sich das wirtschaftliche Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bis auf den Rekordwert von 5,5 % verlangsamte. Seitdem konnte man sehen, wie sich die Indische Wirtschaft erholt hat. Ich gehe davon aus, dass die Indische Rupie auf lange Sicht nicht nur gegen den US-Dollar gewinnen wird, sondern auch gegen viele andere Währungen. Ich suchte dann nach einem ETF, der es mir erlauben würde, einen langfristigen Trade in der Rupie zu machen. Ich fand, wonach ich suchte, in dem Wisdom Tree Indian Rupee ETF, mit dem Symbol ICN. Wenn Sie sich einen Tageschart von ICN anschauen, dann sieht das mehr wie eine Krankheit aus und nicht wie ein sehr liquider Währungschart. Aber ich bin in diesem Trade auf lange Sicht, und das ist der Punkt, warum ich zurückgekommen bin auf die Nutzung von Indikatoren, die mir die notwendige Perspektive geben, um diesen Trade in einem extrem volatilen Markt zu halten. Ich schaue mir den ICN-ETF an, indem ich einen wöchentlichen Balkenchart benutze. Ich möchte die Kursbewegung ein wenig geglättet sehen. Der Tageschart läßt mich die Entwicklung nicht so deutlich erkennen wie der Wochenchart. Welche Indikatoren sollte ich benutzen? Für das langfristige Trading möchte ich einen Richtungs-Indikator, und ich möchte auch einen Momentum-Indikator.. Für die Erfassung der Richtung kann ich einen einfachen gleitenden Durchschnitt der letzten 25 Stäbe nehmen, oder ich greife auf die Volatilität zurück. In diesem Fall nutze ich einen 25-Stäbe-Gleitenden Durchschnitt, wobei für den Volilitätsindikator der Wert für "K" auf 1 gesetzt wird (das ist auch bekannt alsWilder's Volatility Stop Indicator). Der Grund, warum ich es vorziehe, die Volatilität zu nutzen, liegt darain, weil sie mir eine Dimension gibt, die unabhängig vom Momentum ist. Zum Beispiel: Wenn Sie einen gleitenden Durchschnitt nehmen und dazu auch noch einen gleitenden Durchschnitt für den Momentum-Indikator, dann erhalten Sie nicht eine wirkliche Bestätigung. Machen wir uns nichts vor: Die meisten Momentum-Indiktoren sind nichts anderes als trendbereinigte gleitende Durchschnitte. Wenn man einen Gleitenden Durchschnitt um den Trend bereinigt, dann fängt er an zu oszillieren. Wie Sie anhand des unten abgebildeten Charts sehen können, benutzte ich nur einen einfachen 25-Stäbe Momentum-Indikator, der mir die Differenz zwischen dem Kurs für den aktuellen Stab und dem durchschnittlichen Kurs der vergangenen 25 Stäbe zeigte. Solange dieser Indikator flach bleibt, oder nur leicht steigt, und der Volatilitäts-Indikator auch eine Kursumfassung behält, kann ich in Ruhe davon ausgehen, dass die Rupie, auf lange Sicht, gegen den US-Dollar steigen wird.
Chart Courtesy Genesis Trade Navigator
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Trading-Artikel von Joe RossEXCHANGE TRADED FUNDSZumindest gibt es jetzt etwas, das für den kleinen Trader genauso gut funktioniert wie für die großen Trader. Worüber ich spreche, sind die Exchange Traded Funds (ETFs). Nur als ein Beispiel schauen wir uns einmal eine Möglichkeit an, wie man Währungen kaufen kann, indem man ETFs benutzt. Currency Exchange Traded Funds (Devisen ETFs) sind das letzte Produkt, was nun die ETF-Revolution anführt. Currency Exchange Traded Funds haben die Welt des Devisenhandels für jeden geöffnet, der ein normales Aktienbrokerkonto hat. Es ist so einfach wie der Kauf einer normalen Aktie! Es gibt keinen Grund mehr für spezielle Devisenhandelskonten. Bisher sind acht Devisen-ETFs verfügbar, und ich bin sicher, dass diese Liste wachsen wird, wenn ETFs noch beliebter werden. Zur Zeit beinhalten diese ETFs: Euro (FXE), Britisches Pfund (FXB), Mexikanischer Peso (FXM), Schwedische Krone (FXS), Australischer Dollar (FXA), Kanadischer Dollar (FXC), Japanischer Yen (FXY) und Schweizer Franken (FXF). Alle diese ETFs werden an der New York Stock Exchange gehandelt.
Es ist ein Produkt, welches genau das liefert, was Investoren wie wir uns wünschen: niedrige Kosten, leichter Zugang, effiziente Preisbildung und konstante Liquidität. Dazu kommt, dass ETFs die Möglichkeit für Investmentstrategien bieten, die nur von Ihrer Phantasie begrenzt sind. Und die potenziellen Gewinne stellen alles in den Schatten, was die armseligen 3% oder 4% Rendite bieten, die Sie erhalten, wenn Sie Ihr Kapital in einem Geldmarktkonto parken. Was ich am meisten an den ETFs mag ist, dass man so wenig wie nur eine
Aktie kaufen kann. Es bedeutet, dass man für nur ganz wenig Geld
ein Devisentrader werden kann. Darüberhinaus gibt es KEINE Marginanforderungen, was bedeutet, dass auch der keinste Trader eine Position unbegrenzt halten kann. Sagen wir einmal, dass Sie davon ausgehen, dass sich der Kanadische Dollar auf lange Sicht besser entwickeln wird als Ihre eigene Währung, sei diese nun der Dollar, Yen, Krone oder Peso. Alles was Sie machen müssen, ist eine oder mehr Aktien des Kanadischen Dollar FXC zu kaufen. Da Sie niemals einen Margin Call erhalten werden, können Sie auf den Wellen des Devisenmarktes hoch und runter reiten, wenn Sie davon ausgehen, dass der Kanadische Dollar gegenüber Ihrer Währung gewinnen wird.
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