
Der wöchentliche
Joe Ross' Chart Scan Newsletter ist ein kostenloser Service der
Firma Ross Trading GmbH. Für weitere Informationen zu unseren
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Ausgabe 50/2007 Liebe
Leser, Willkommen
zu dieser Ausgabe des Chart Scan™ Newsletter von Joe Ross. Wir
zeigen Ihnen jede Woche ein Beispiel, wie man das Gesetz der
Charts™ auf die gegenwärtige Marktsituation in den
Futures- oder Aktienmärkten anwendet. Das Gesetz
der Charts™ von Joe Ross ist ein einfaches Tradingkonzept, das
in jedem Markt und Zeitrahmen funktioniert. Es ist auf
Kursstäbe, Candlestick-Charts, Liniencharts (die für Spreads
verwendet werden) und Point-und-Figure-Charts anwendbar. Zum Gesetz der
Charts gehört der Traders Trick Einstieg (TTE).
Die
letzten Ausgaben der Chart-Scan haben ich im Voraus verfaßt, weil
ich während meiner Reise nicht schreiben konnte. In diesem
Zeitraum hat es enorme Veränderungen in einigen Märkten
gegeben. Als ich in Europa weilte, habe ich die Höhenflüge
des Kanadischen Dollar gegenüber dem US-Dollar beobachtet. Diese
enormen Kursstände können nur selten für längere
Zeit ohne Korrekturen aufrecht erhalten werden, wobei letztere entweder
auf umfangreiche Gewinnmitnahmen oder auf staatliche Interventionen
zurückzuführen sind, die einen weiteren Kursanstieg der
jeweiligen Währung verhindern sollen, weil sich dieser negativ auf
die Wettbewerbsfähigkeit des Exports auswirkt.
Im
Falle des Währungspaares Kanadischer Dollar/US-Dollar war der
Kursanstieg zu den letzten Hochs vor allem eine Folge der
Preiserhöhungen für Rohstoffe, was zur Geschäftsaufgabe
mehrerer Sägewerke und andere bis an den Rand des Bankrotts
führte. Dieser Absturz erfolgte meiner Meinung nach aufgrund
des Preisrückgangs von Öl und Gold im Zusammenhang mit
Gewinnmitnahmen, was dem Kanadischen Dollar den letzten Pullback
verschaffte.
Der
Pullback begann mit einem riesigen Umkehr-Kursstab am 7. November, also
zum Zeitpunkt, als ich gerade in Europa ankam. Ich liebe diese riesigen
Umkehr-Kursstäbe, und wenn ich an meinem Tradingschreibtisch
gesessen wäre, hätte ich höchstwahrscheinlich eine
kurzfristige Shortposition im Währungspaar Kanadischer
Dollar/US-Dollar eröffnet. Meine nächste Möglichkeit zur
Anwendung des Gesetzes der Charts wäre am 15. November entstanden
und zwar in Verbindung mit einem Traders-Trick-Einstieg (TTE) vor dem
Ausbruch aus dem 1-2-3-Hoch. Zu meinem Bedauern hielt ich an diesem Tag
gerade ein Seminar in Frankfurt (Deutschland) im Rahmen der
Tradingmesse. Daraufhin entwickelten sich einige Ross-Haken, aber jeder
einzelne dieser Ross-Haken erfolgte für mich zur falschen Zeit, da
ich diese Tradinggelegenheiten nicht nutzen konnte.

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Joe Ross spricht... Weisheiten eines alten Traders
IN
WELCHER BEZIEHUNG STEHEN DIE MÄRKTE ZUEINANDER?
WELCHE ROLLE SPIELEN DABEI DIE FUNDAMENTALDATEN?
TEIL 18
ENERGIEMÄRKTE
In Bezug
auf die Energiepreise und die Saisonalität können Sie den
Medien nicht trauen. Die Tagesnachrichten und Ereignisse stellen
lediglich eine Sichtweise der Situation dar.
Mitunter setzen außergewöhnliche Bedingungen die saisonalen
Faktoren außer Kraft. Anfang April des Jahres 2000 kam es
beispielsweise zu einer Preisexplosion anstelle eines plötzlichen
Preissturzes. Da diese der Saisonalität widersprechenden
Kursbewegungen eine unverhältnismäßig starke
Reaktion der Medien nach sich zogen, wurden die Unachtsamen dazu
veranlaßt, ihre Hoffnungen dauernd auf extreme Kursbewegungen zu
richten. Aber in den meisten Fällen vernebelt der endlose Strom
der eintönigen, widersprüchlichen Tagesnachrichten und
Meinungen die Sicht für das, was tatsächlich beachtet werden
sollte. Dann ist es nicht mehr schwer anzunehmen, daß dieses Jahr
anders werden wird. Dieses falsche Denken veranlaßt kurzsichtige
Trader dazu, ihr Vertrauen in die Saisonalität zu verlieren.
Die Fundamentaldaten eines beliebigen Jahres sprechen
vielleicht nicht dafür, daß sich normale saisonale
Preisbewegungen durchsetzen. Abgesehen von berechtigten Anzeichen, die
für das Gegenteil sprechen, ist es jedoch vorteilhaft, dem
saisonalen Verhalten kritisch zu begegnen.
Wenn sich der Winter nähert, steigt der Heizölverbrauch und
erreicht im Januar als dem kältesten Monat wahrscheinlich den
höchsten Stand. Während der Bezinverbrauch in dieser
Jahreszeit zurückgeht, könnte der kurzsichtige Trader
schlußfolgern, daß Heizöl nun das Bezin
übertreffen wird. Aber der Preis geht dem Verbrauch voraus. Die
Heizperiode, die sich auf die Gegenwart bezieht, gehört schon bald
der Vergangenheit an. Die Autosaison bezieht sich auf die Zukunft, und
daher ist es günstig, sich auf den Spread Long Juni-Bezin/Short
Juni Heizöl auszurichten. Selbst wenn es sich um einen
überdurchschnittlich kalten Winter handelt, sind dennoch alle
Extreme, die auftreten, nur vorübergehender Natur und werden
wahrscheinlich nur indirekte Auswirkungen auf die weiter entfernten
Kontrakte haben.
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oder Kommentare? Bitte schreiben Sie uns eine Email:
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