Leseprobe: Seite 158-167 (Teil 4, Kapitel 4.1.1-4.2.1)Teil 4 Trading mit dem Wochen- und dem Tagesoszillator Kapitel 1 4.1.1. Der Tagesoszillator Anders als der Wochenoszillator basiert der Tagesoszillator auf
einer absoluten Skalierung. Ich möchte wissen, wann der Oszillator
überkauft oder überverkauft ist. Ich definierte an früherer Stelle den langfristigen Trend als den
Trend, den ich sehe, wenn die Notierungen auf den Wochencharts tendieren.
Der mittelfristige Trend ist der Trend, den die Notierungen auf
den Tagescharts zeigen, und der kurzfristige Trend ist der Trend,
den die Notierungen während des Tages vorlegen. Alles, was ich über
die Intraday-Notierungen wissen muß, wird durch die Eröffnung,
das Hoch, das Tief und den Schluß des letzten auf dem Tageschart
erschienenen Notierungsstabes dargestellt. Wenn man sich an diese Größenfolge hält, kann man sehen,
daß der langfristige Trend (1 Woche) fünf mal größer
ist als der mittelfristige Trend (1 Tag). Der kurzfristige Trend
ist eine Größenordnung niedriger als der mittelfristige Trend.
Der kurzfristige Trend repräsentiert etwa fünf Stunden Intraday-Handel.
Dies ist von Markt zu Markt unterschiedlich, aber dieser Wert ist
für meine Zwecke ausreichend. Bei diesen Größenfolgen gibt
es nichts Magisches. Wenn ich auf einer verlängerten langfristigen
Grundlage handeln würde, dann nähme ich die Monatscharts als den
langfristigen Trend, die Wochencharts als den mittelfristigen Trend
und die Tagescharts als den kurzfristigen Trend. Das ist genau das,
was ich mache, wenn ich in Investmentfonds investiere. Wenn ich Intraday handle, dann betrachte ich den Tageschart als
meinen langfristigen Chart, den Stundenchart als meinen mittelfristigen
Chart und einen 10- oder 15-Minuten-Chart als meinen kurzfristigen
Chart. Diese Methode wird in jedem Zeitrahmen funktionieren. Man kann jeden der verfügbaren populären Oszillatoren als einen
Tagesoszillator benutzen; wichtig ist, daß er zeigt, ob ein
Markt überkauft oder überverkauft ist. Es spielt keine Rolle, ob man die Stochastik, den RSI, den %R oder
einen anderen Indikator benutzt, solange diese auf einer absoluten
Skalierung basieren. Welcher Indikator auch immer ausgewählt wurde,
man sollte ihn dann beständig benutzen. Es ist nicht gut, zwischen
verschiedenen Indikatoren hin und her zu springen. Man sollte lernen,
einen Indikator mit all seinen Vor- und Nachteilen benutzen und
lesen zu können. Auch wenn man nach einer Computersoftware handelt,
sollte man einen Indikator auswählen und bei diesem bleiben. Es gibt eine weitere Anforderung hinsichtlich des RSI, %R, etc.;
der Indikator muß so gesetzt sein, daß er fünf Tage
darstellt, sonst kommen die Signale zu spät. Das bedeutet, daß
die meisten dieser Studien, wie sie auf den Charts von Chartdiensten
gezeigt werden, unbrauchbar sind. Diese Chartdienste zeigen für
ihre Tagescharts häufig längerfristige Oszillatoren. Wenn bei einem Computerprogramm die Stochastik enthalten ist und
benutzt wird, dann sollten Sie die Parameter der Stochastik so nahe
wie möglich bei 5, 3, 3 setzen. Das Ziel der in diesem Buch beschriebenen Methoden ist es, die
Bewegung der Notierungen verstehen zu lernen, ohne einen solchen
Oszillator benutzen zu müssen. Die Stochastik mißt die Anordnung
der Schlußnotierungen. Wenn sich die Schlußnotierungen
bei einer Folge von Notierungsstäben im oberen Bereich der Notierungsstäbe
befinden, dann wird die Stochastik steigen. Wenn sich die Schlußnotierungen
bei einer Folge von Notierungsstäben im unteren Bereich der Notierungsstäbe
befinden, dann wird die Stochastik fallen. Dies sind jedoch Dinge,
die ein geübtes Auge besser sehen als es ein Oszillator zeigen kann. 4.1.2 Die Berechnung des Tagesoszillators Hier ist die Formel, wie ich meinen Tagesoszillator berechne, wenn
ich keinen Computer habe. Es ist die eine Hälfte der %D genannten
Stochastik.
- Heutige Schlußnotierung - Tief der letzten fünf Tage
- -----------------------------------------------------------------
= %K
- Hoch der letzten fünf Tage - Tief der letzten fünf Tage
Summe 3 %K / 3 = %D
- Spalte 1: Hoch
- Spalte 2: Tief
- Spalte 3: Höchstes Hoch der letzten fünf Tage.
- Spalte 4: Tiefstes Tief der letzten fünf Tage.
- Spalte 5: Heutige Schlußnotierung
- Spalte 6: Heutige Schlußnotierung abzüglich Tief der letzten
fünf Tage
- Spalte 7: Hoch der letzten fünf Tage abzüglich Tief der letzten
fünf Tage
- Ergebnis von Spalte 6 dividiert durch Ergebnis von Spalte 7:
Dies ist %K.
- Spalte 8: %K
- Summe von %K der letzten drei Tage, dividiert durch 3 und multipliziert
mit 100 ergibt %D.
- Spalte 9: %D
- Zeichnen Sie %D auf einem Tageschart über oder unter einer 50
%-Linie, auf einer Skalierung von 0% bis 100%.
- 70% oder höher ist überkauft. 30% oder niedriger ist überverkauft.
|
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
|
H |
T |
H5 |
T5 |
S |
S-T5 |
H5-T5 |
%K |
%D |
Es folgt ein Beispiel (die Zahlen sind auf zwei Stellen aufgerundet):
|
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
|
Tag |
H |
T |
H5 |
T5 |
S |
S-T5 |
H5-T5 |
%K |
%D |
|
1 |
4213 |
4184 | | | | | | | |
|
2 |
4255 |
4190 | | | | | | | |
|
3 |
4240 |
4181 | | | | | | | |
|
4 |
4215 |
4150 | | | | | | | |
|
5 |
4195 |
4157 |
4255 |
4150 |
4191 |
41 |
105 |
0,42 | |
|
6 |
4220 |
4163 |
4255 |
4150 |
4167 |
17 |
105 |
0,16 | |
|
7 |
4184 |
4145 |
4255 |
4150 |
4164 |
14 |
105 |
0,16 |
25 |
Zeichnen Sie den Wert 25 in Ihre Stochastik ein. Falls man möchte, kann man auch %K einzeichnen und dann als komplette
Stochastik benutzen. Ich gebrauche sie nicht auf diese Weise, da
ich nicht daran interessiert bin, wann sich eine Linie mit einer
anderen kreuzt. Dennoch ist nichts falsches dabei, nach der kompletten
Stochastik zu handeln. Ich benutze einen kurzfristigen Tagesoszillator, da ich möchte,
daß der Oszillator zu dem Zeitrahmen paßt, in dem ich
handle. Ich suche nach einer Bewegung, die von zwei Tagen bis zu
zwei Wochen dauern kann. Falls ich länger in der Position bleiben
kann, dann ist das gut. %D wird mein Tagesoszillator sein. Er stellt die Position der täglichen
Schlußnotierungen innerhalb des letzten Handelsbereiches dar. 4.1.3 Was der Tagesoszillator aussagt Indem ich nach den Notierungen und dem Tagesoszillator in Verbindung
mit dem Wochenoszillator handle, vermeide ich die Probleme, die
daraus entstehen, wenn man blind überverkauft-Signale kauft oder
überkauft-Signale verkauft, wie es einige Trader tun. Der Tagesoszillator
gibt mir einige gute Kauf- oder Verkaufssignale, wenn sich die Notierungen
in einer Schiebezone befinden; zu häufig jedoch bekomme ich zu viele
Signale und es entstehen dann zu viele Verluste. Die Oszillatoren
geben auch zu frühe Signale, wenn ein Markt tendiert. Ich filtere die Signale des Tagesoszillators gegen die Signale
des Wochenoszillators. Dann werde ich das Signal des Tagesoszillators
gegen ein Intraday-Signal filtern. 4.1.4 Ein Geschäft wird auf drei Wegen getestet Praktisch durchläuft ein Markt drei Tests, bevor ich irgendeine
Position eingehe. Um den Tagesoszillator und die Intraday-Ausbrüche zu zeigen, werde
ich zur besseren Darstellung einen kontinuierlichen Chart benutzen,
denn dann muß ich nicht die Liefermonate wechseln. Die kontinuierlichen
Charts zeigen genau, wie der Markt zu der Zeit aussah, als der Handel
stattgefunden hatte. Der einzige Unterschied besteht darin, daß
die Notierungen der nachfolgenden Liefermonate an die vorhergehenden
Monate angepaßt werden. Jeder Notierungstab behält vom Hoch
bis zum Tief die gleiche Notierungsstrecke, die sich während der
Zeit bildete, als der Handel stattgefunden hatte. Außerdem
steht jeder Notierungsstab genau so in dem gleichen Verhältnis zu
den vorangegangenen und nachfolgenden Notierungsstäben, wie es in
der Vergangenheit war. 
Bild 1 Der erste Test betrifft den langfristigen Trend oder den Fluß
des Marktes. Ich werde eine Position in die Richtung eingehen, in
die der langfristige Trend weist (in Bild 1 mit den Buchstaben a
und b benannt). Ich werde nicht handeln, falls die Bewegung des
Marktes seitwärts weist (in Bild 1 mit c benannt). Ich werde niemals
gegen den langfristigen Trend handeln. Dieser ist mein primärer
Filter. Er zeigt die Richtung an. Ich werde jeden Wochenabschnitt
(die Distanz zwischen einer vertikalen Linie des Histogramms bis
zur nächsten vertikalen Linie des Histogramms) des Oszillators untersuchen.
Der Oszillator wird so aktuell gehalten, wie es in Teil 3 beschrieben
wurde. Dieser erste Test wird mein primärer Filter sein. Falls kein
langfristiger Trend vorliegt, dann werde ich keine Position basierend
auf diesem Oszillator eingehen. Ich werde den Wochenoszillator beobachten,
ob sich eine Divergenz bildet - eine Divergenz des Trends und eine
Divergenz der Hochs und Tiefs (gezeigt in Teil 3, Bilder 13 und
14). 
Bild 2 Der zweite Test wird den mittelfristigen Trend betreffen. In Bild
2 können Sie den Wochenoszillator (WO) sehen, über den der mittelfristige
Trend (TO) oszilliert. Der langfristige Trend zeigt den Fluß des Marktes. Der mittelfristige
Trend zeigt die Wellen, die diesen Fluß bilden. Ich werde
jetzt auf den Tagesoszillator achten. Hierbei interessiert mich,
ob er überkauft oder überverkauft ist und wie seine Richtung ist.
Der Tagesoszillator zeigt die Wellen, die mit dem großen
Trend gehen, und die Wellen, die gegen den großen Trend
laufen. Solange der langfristige Trend in die gleiche Richtung weist, werde
ich dann Positionen eingehen, wenn sich der Tagesoszillator konform
zum Wochenoszillator verhält. Ich werde aber auch sorgfältig auf
die Wellen achten, die sich gegen den großen Trend bewegen
(benannt mit a-f). Diese sorgen dafür, daß ich mich darauf
vorzubereite, in die Richtung des großen Trends eine Position
zu eröffnen oder eine bestehende Position aufzustocken. Die Wahrscheinlichkeit geht dahin, daß sich der langfristige
Trend wieder in Bewegung setzen wird. Dann bieten die täglichen
Oszillationen, die sich gegen den langfristigen Trend bewegen, exzellente
Signale, um sich auf den Markteinstieg vorzubereiten. Ich habe die
ungefähren Einstiegspunkte mit dem Buchstaben E markiert. 
Bild 3 Der dritte Test wird an dem letzten Notierungsstab, der auf dem
Tageschart erscheint, durchgeführt. Ich achte für meinen Positionseinstieg
auf einen Ausbruch durch entweder das Hoch oder das Tief des letzten
Notierungsstabes. Ich habe die Tage, als dies in der Vergangenheit
passierte, mit den Buchstaben h(och) und t(ief) markiert. Ein Ausbruch konstituiert ein Bestehen aller drei Tests und gibt
mir die höchste Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg. Erstaunlicherweise
entsteht ein großer Prozentsatz der Geschäfte bei den Ausbrüchen
aus Eins-Zwei-Drei-Formationen und den Ausbrüchen aus Ross-Haken.
In vielen Beispielen werde ich jedoch einen Frühstart vor dem Ausbruch
haben. Dieser Frühstart bringt mir in meinem Trading viele zusätzliche
Gewinne. Ich habe den Chart markiert, um zu zeigen, welche Ausbrüche
tatsächlich zur Positionsaufnahme genutzt wurden. Den gleichen Vorteil, daß man bei Eins-Zwei-Drei-Ausbrüchen
frühzeitig positioniert ist, kann man genauso einfach dadurch erreichen,
indem man lernt, die Details der Notierungsstäbe eines Charts zu
lesen. Ich schlage vor, daß Sie so schnell wie möglich damit
beginnen, die Beziehungen der Schlußnotierungen zu der allgemeinen
Marktbewegung zu studieren. Und genauso sollten Sie lernen, die
Beziehungen der langfristigen, mittelfristigen und kurzfristigen
Trends zu verstehen. Die zwei Oszillatoren, die ich benutze, sollten
Ihnen dabei helfen, dies zu erreichen. Aber vergessen Sie nicht,
daß solche Oszillatoren nicht mehr als eine Krücke sind. Das
Ziel ist es, diese Krücken wegzuwerfen, sobald es praktisch möglich
ist. 4.1.5 Zusammenfassung des Drei-Wege-Tests Meine Strategie sieht folgendermaßen aus: Wenn der Abschnitt
des Wochenoszillators aufwärts weist, aber der Tagesoszillator fällt,
dann bekomme ich ein Signal, um mich auf einen Kaufauftrag vorzubereiten.
Wenn der Abschnitt des Wochenoszillators fällt, aber der Tagesoszillator
steigt, bekomme ich ein Signal, um mich auf einen Verkaufsauftrag
vorzubereiten. Mit andern Worten: Jede Welle, die sich gegen
den großen Trend bewegt, gibt mir eine Gelegenheit, an diesem
Trend teilzunehmen, sobald er sich fortsetzt. Ein Abschnitt des Wochenoszillators bewegt sich aufwärts oder abwärts,
wenn sich sein Wert um 1 % geändert hat. Falls der Tagesoszillator schon überkauft oder überverkauft ist,
wenn das Signal von dem Abschnitt des Wochenoszillators kommt, dann
werde ich sofort eine entsprechende Position eingehen, vorausgesetzt,
daß der Tagesoszillator nicht schon am anderen Extrem, d.h.
in die Richtung des Wochentrends, überkauft oder überverkauft ist.
Der kurzfristige Trend ist der dritte und entscheidende Faktor,
um eine Position einzugehen. Indem ich auf den Ausbruch aus der
letzten Intraday-Schiebezone achte, kann ich ein besseres Timing
für den Markteinstieg bekommen. Ich benutze in diesem Fall die Bewegung
während des Tages, um logische Einstiegspunkte zu erhalten. Der Wochenoszillator zeigt mir die Richtung des Flusses der Notierungen
- das ist der große Trend. Der Tagesoszillator weist mich
auf die Welle hin, die sich gegen den Fluß der Notierungen
bewegt - das ist der mittlere Trend. Jetzt entscheidet der Intraday-Ausbruch
über einen logischen Einstiegspunkt; gleichzeitig schützt er mich
vor dem Risiko, zu früh in eine Position einzusteigen. Ich plaziere
meine Aufträge direkt an den Ausbruchspunkten - entweder am Hoch
oder am Tief. Meine anfänglichen Stopps plaziere ich als Verlustbegrenzungsstopps,
aber auch als Umkehrstopps. In einer Kaufposition plaziere ich das
Stopp einen oder zwei Ticks unter dem Tagestief oder unter dem Tief
des vorangegangenen Tages; es hängt davon ab, wieviel Risiko ich
bereit bin einzugehen. In einer Verkaufsposition plaziere ich das
Verlustbegrenzungs- oder auch das Umkehrstopp einen oder zwei Ticks
über dem Tageshoch oder über dem Hoch des vorangegangenen Tages;
wieder hängt die Entscheidung von meiner Risikobereitschaft ab.
Im allgemeinen werden diese Stopps nicht aktiviert, da ich in die
Richtung des großen Trends handle. Wenn sie aktiviert werden,
dann reflektiert das eine fundamentale Veränderung in dem Markt.
Ich werde dann versuchen, einen Gewinn mit der neuen Richtung zu
realisieren oder zumindest etwas von meinem Verlust wieder gutzumachen.
Ich werde der Position nicht viel Raum geben, damit sie sich entwickeln
kann. Entweder gibt es schnell einen Erfolg oder ich werde aussteigen,
mit einem reduzierten Verlust oder mit einem Gewinn. Gewinnmitnahmen: Sobald es möglich ist, bewege ich mein Verlustbegrenzungsstopp
an die Gewinnschwelle. Falls sich der Trend zu meinen Gunsten fortsetzt,
bewege ich mein Stopp Zug um Zug an die Punkte 3 (III) (vgl. Teil
2 dieses Buches). Ich warte jetzt darauf, daß es zu einer
Korrektur kommt, und wenn sich der Trend dann fortsetzt, plaziere
ich mein Stopp nahe an dem Punkt, wo die Korrektur endete und der
Trend begann, sich fortzusetzen. Mit der Fortsetzung des großen
Trends kann ich meine Position auch erhöhen. Kapitel 2 4.2.1 Eine Verfeinerung des ersten Tests Bis an diese Stelle habe ich das Grundkonzept gezeigt. Ich werde
jetzt eine Verfeinerung vorstellen, die zu zusätzlichen Handelsgelegenheiten
führt. Es ist notwendig, daß man diese Verfeinerung aufmerksam
studiert, um richtig verstehen zu können, was ich mache. Für die Grundmethode ist die Verfeinerung nicht notwendig. Sie
erhöht nicht nur die Anzahl der Gewinngeschäfte, sondern sie erhöht
auch die Anzahl der Verlustgeschäfte. Letztendlich jedoch werde
ich durch diese Verfeinerung mehr Dollars gewinnen als verlieren.
Um mit dieser Verfeinerung auf der Gewinnerseite zu sein, muß
ich schnell sein. Sehr oft wird man eine Position nur ein oder zwei
Tage halten. Hier sind die Regeln für die Verfeinerung: Wenn der wöchentliche Abschnitt aufwärts weist und der Tagesoszillator
den überkauften Bereich verlassen hat und weiterhin abwärts weist
oder sich seitwärts bewegt, dann fange ich, Tagesaufträge zu plazieren,
um genau über dem Hoch des vorangegangenen Tages zu kaufen. Gleichzeitig
plaziere ich ein Verlustbegrenzungsstopp einen Tick unter dem Tief
von gestern. In diesem Fall erwarte ich nicht, daß der Tagesoszillator
eine vollständige Abwärtskorrektur bis in den überverkauften Bereich
macht. Die Notierungen korrigieren nicht vollständig. Wenn der wöchentliche Abschnitt aufwärts dreht, während sich der
Tagesoszillator im überverkauften Bereich befindet und aufwärts
weist oder anfängt, aus dem überverkauften Bereich herauszukommen,
dann plaziere ich ein Kaufstopp genau über dem Hoch des vorangegangenen
Tages. Gleichzeitig plaziere ich ein Verlustbegrenzungsstopp einen
Tick unter dem Tief von gestern. Ich erwarte nicht, daß der
Tagesoszillator bis in den überverkauften Bereich korrigiert und
sich dann nach oben bewegt. Die Notierungen korrigieren nicht vollständig. Wenn der wöchentliche Abschnitt aufwärts dreht, während der Tagesoszillator
im überverkauften Bereich ist und noch abwärts weist oder seitwärts
läuft, dann fange ich an, Tagesaufträge zu plazieren, um über dem
Hoch des vorangegangenen Tages zu kaufen. Gleichzeitig plaziere
ich ein Verlustbegrenzungsstopp einen Tick unter dem Tief von gestern.
Wieder erwarte ich nicht, daß der Tagesoszillator eine vollständige
Korrektur macht, indem er den überverkauften Bereich erreicht und
sich dann wieder nach oben bewegt. Die Notierungen korrigieren nicht
vollständig. Wenn der wöchentliche Abschnitt nach oben weist und der Tagesoszillator
vor kurzem den überverkauften Bereich erreicht und dann wieder verlassen
hat, sich aber noch vor dem überkauften Bereich befindet, dann plaziere
ich ein Kaufstopp über dem Hoch des vorangegangenen Tages. Gleichzeitig
plaziere ich ein Verlustbegrenzungsstopp einen Tick unter dem Tief
von gestern. Dies alles kann passieren, ohne das es zu einer vorangegangen
Korrektur der Notierungen kam; sie können sich höchstens seitwärts
bewegt haben. Das Ergebnis dieser Verfeinerungen ist, daß ich anfangen
werde, Aufträge zu plazieren, um bei einem Ausbruch durch das Hoch
von gestern zu kaufen, solange oder sobald der Wochenoszillator
aufwärts weist, auch wenn die Notierungen auf dem Chart oder dem
Tagesoszillator noch nicht vollständig korrigiert haben. Natürlich trifft das Gegenteil dieser beschriebenen Techniken zu,
wenn man Leerverkaufspositionen eröffnet. Wenn ich eine Kaufposition eingehen möchte, dann warte ich bei
der reinen Form dieser Methode darauf, daß es eine vollständige
Korrektur gibt, wobei der Oszillator den überverkauften Bereich
erreicht und sich dann daraus wieder herausbewegt. Erst jetzt plaziere
ich meine Kaufaufträge. Wenn der Tagessoszillator den überverkauften
Bereich erreicht, dann ist das mein Signal, um mich auf Käufe vorzubereiten.
Bei der verfeinerten Methode versuche ich, bei einem Ausbruch durch
das Hoch zu kaufen, sobald der Oszillator aus dem überkauften Bereich
heraus korrigiert hat. Wenn ich eine Verkaufsposition eingehen möchte, dann warte ich
bei der reinen Form dieser Methode darauf, daß es eine vollständige
Korrektur gibt, wobei der Oszillator den überkauften Bereich erreicht
und sich dann daraus wieder herausbewegt. Erst jetzt plaziere ich
meine Verkaufsaufträge. Wenn der Tagessoszillator den überkauften
Bereich erreicht, dann ist das mein Signal, um mich auf Verkäufe
vorzubereiten. Bei der verfeinerten Methode versuche ich, bei einem
Ausbruch durch das Tief zu verkaufen, sobald der Oszillator aus
dem überverkauften Bereich heraus korrigiert hat. Es gibt keine absolute Regel, die sagt, wann diese Techniken anzuwenden
sind. Auch kann man nicht vorher bestimmen, wo sich der Tagesoszillator
befinden sollte, bevor man Aufträge plaziert. Ich fange an, Aufträge
zu plazieren, sobald ich das Gefühl habe, daß der Markt im
Begriff ist zu korrigieren. Meine Entscheidung wird zum Teil davon
abhängen, wie lange der große Trend schon läuft, wie steil
seine Anstiegs- oder Abstiegsbewegung ist, ob der Tagesoszillator
überkauft oder überverkauft ist, und für wie lange er sich schon
in diesem Bereich befindet. In die verfeinerte Technik fließt viel Urteilsvermögen mit
ein. Das wichtigste jedoch ist, daß Sie versuchen, in die
Richtung des großen Trends zu handeln. Basierend auf Ihrer
Handelsmentalität und Ihrer Erfahrung können Sie dann Ihr eigenes
Set von Handelsregeln um diese Grundlage herum aufbauen. Die Verfeinerung wird zu vielen weiteren Geschäften führen. Ohne
die Verfeinerung werden viele gute Bewegungen verpaßt. Ich wurde von einigen Leuten gefragt: „Wird es jemals vorkommen,
daß ein Wochenoszillator zur gleichen Zeit aufwärts weist,
nachdem der Tagesoszillator korrigiert und dann auch aufwärts gedreht
hat?“ Die Antwort auf diese Frage ist ja, aber diese Situation kann
nur wenige Male in einem Jahr für jeden Markt passieren - und manchmal
tritt sie vielleicht in einigen Märkten überhaupt nicht auf. Wenn
es jedoch zu dieser Situation kommt, dann bedeutet sie, daß
für diesen bestimmten Markt ein relativ längerfristiger Trend vorliegt,
und daß der Großteil ihrer Geschäfte erfolgreich sein
wird. Fühlt sich Ihre Handelsmentalität davon angesprochen? Dann
schlage ich vor, daß Sie auf diese Art handeln. 
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